Warum dein Lebenslauf dir im Weg stehen kann – und was stattdessen wirklich zählt

Sarah Böning
16. März 2026 - Lesedauer: 2 Minuten
Warum dein Lebenslauf dir im Weg stehen kann – und was stattdessen wirklich zaehlt
Lesedauer 2 Minuten

Hey du,

es gibt Podcast-Folgen, die fühlen sich weniger nach Interview an und mehr nach ehrlichem Klartext.

Diese hier gehört definitiv dazu. Zu Gast war Henrik Zaborowski
jemand, den ich seit Jahren schätze, lese, diskutiere und immer wieder empfehle.

Warum?
Weil Henrik Dinge ausspricht, die viele denken – aber selten so klar formulieren.

Und eines davon lautet: 👉 Glaubt nicht an Lebensläufe.

Der Lebenslauf – eine Krücke, kein Beweis

Henrik bringt es sehr direkt auf den Punkt:

  • Bewerbende glauben, ihr Lebenslauf werde genauso gelesen, wie sie ihn meinen
  • Arbeitgeber glauben, sie könnten Eignung aus einem Lebenslauf herauslesen

Beides ist ein Irrtum.

Der Lebenslauf ist:

  • interpretationsanfällig
  • voller Projektionen
  • abhängig von Tagesform, Kontext und Zufall

Oder anders gesagt:
👉 Er sagt mehr über den Lesenden aus als über den Menschen dahinter.

Und ja – das passiert selbst erfahrenen Personalberatern.

„Ich wollte ihm absagen – und dann war er brillant“

Eine Geschichte aus dem Podcast, die hängen bleibt:

Henrik bekommt ein Profil auf den Tisch.
Vom Lebenslauf her: passt eigentlich nicht.

Er ruft trotzdem an – aus Respekt, aus Neugier, aus Erfahrung.

Und merkt nach wenigen Minuten:
👉 Das ist ein richtig guter Kandidat.

Der Lebenslauf hatte sich nicht verändert.
Nur der Blick dahinter.

Mein Gedanke dazu:
Wie viele solcher Gespräche finden nicht statt?

Orientierung statt Optimierung – das Liza Network

Im Podcast sprechen wir dann über ein Projekt, das genau hier ansetzt:

Liza Network: https://liza.network/ 

Keine klassische Recruiting-Plattform.
Kein CV-Marktplatz.
Kein Matching auf Buzzwords.

Sondern:

  • strukturierte Offline-Workshops
  • echte Reflexion über Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen
  • Austausch auf Augenhöhe

Menschen beschäftigen sich dort – oft zum ersten Mal seit Jahren – mit Fragen wie:

  • Was kann ich wirklich gut?
  • Was will ich (nicht mehr)?
  • Wo will ich hin – und warum?

Und genau daraus entsteht dann erst das digitale Profil.

Warum das so gut tut (für Bewerbende und Arbeitgeber)

Was mich an diesem Ansatz besonders überzeugt:

  • Es nimmt Druck raus. Nicht jede Orientierung muss aus einer Krise entstehen.
  • Es schafft Tiefe. Geschichten, Erfahrungen, Werte – nicht nur Stationen.
  • Es ist ehrlich. Keine Hochglanzfassade, sondern echtes Kennenlernen.

Und ja:
👉 Auch Arbeitgeber können davon profitieren.

Zum Beispiel in Transformationsphasen, bei interner Neuorientierung oder als wertschätzendes Angebot im Recruitingprozess.

Zwei Bücher, zwei Perspektiven – ein gemeinsamer Kern

Henrik hat zwei Bücher geschrieben, die ich beide sehr empfehle:

  • Nehmt ein Boot
    Ein Grundlagenbuch für Führungskräfte, die Recruiting wirklich verstehen wollen.
  • Absage – aber ich passe doch perfekt
    Ein ehrliches Buch für Jobsuchende – mit der zentralen Botschaft:
    👉 Es liegt oft nicht an dir.

https://www.hzaborowski.de/autor-fuer-recruiting-und-hr/

Beide Bücher zeigen: Der Markt ist komplex.
Entscheidungen sind selten sauber.
Und Transparenz würde allen helfen.

Mein Fazit aus dieser Folge

Diese Podcast-Folge ist eine Einladung:

  • weniger zu optimieren
  • weniger zu bewerten
  • mehr zu verstehen

👉 Lebensläufe werden uns noch begleiten.

👉 Aber sie sollten nicht das letzte Wort haben.

Wenn wir wirklich wollen, dass Menschen den passenden Arbeitgeber finden – dann müssen wir wieder mehr ins Gespräch kommen.

Danke fürs Lesen. Und hör dir diese Folge unbedingt an – sie wirkt nach.

Hier findest du alle meine bisherigen Podcasts: https://talentcentric.de/podcast/ 

Grüße aus NRW,

Sarah 💛


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