Hey du,
es gibt Podcast-Folgen, die fühlen sich weniger nach Interview an und mehr nach ehrlichem Klartext.
Diese hier gehört definitiv dazu. Zu Gast war Henrik Zaborowski –
jemand, den ich seit Jahren schätze, lese, diskutiere und immer wieder empfehle.
Warum?
Weil Henrik Dinge ausspricht, die viele denken – aber selten so klar formulieren.
Und eines davon lautet: 👉 Glaubt nicht an Lebensläufe.
Der Lebenslauf – eine Krücke, kein Beweis
Henrik bringt es sehr direkt auf den Punkt:
- Bewerbende glauben, ihr Lebenslauf werde genauso gelesen, wie sie ihn meinen
- Arbeitgeber glauben, sie könnten Eignung aus einem Lebenslauf herauslesen
Beides ist ein Irrtum.
Der Lebenslauf ist:
- interpretationsanfällig
- voller Projektionen
- abhängig von Tagesform, Kontext und Zufall
Oder anders gesagt:
👉 Er sagt mehr über den Lesenden aus als über den Menschen dahinter.
Und ja – das passiert selbst erfahrenen Personalberatern.
„Ich wollte ihm absagen – und dann war er brillant“
Eine Geschichte aus dem Podcast, die hängen bleibt:
Henrik bekommt ein Profil auf den Tisch.
Vom Lebenslauf her: passt eigentlich nicht.
Er ruft trotzdem an – aus Respekt, aus Neugier, aus Erfahrung.
Und merkt nach wenigen Minuten:
👉 Das ist ein richtig guter Kandidat.
Der Lebenslauf hatte sich nicht verändert.
Nur der Blick dahinter.
Mein Gedanke dazu:
Wie viele solcher Gespräche finden nicht statt?
Orientierung statt Optimierung – das Liza Network
Im Podcast sprechen wir dann über ein Projekt, das genau hier ansetzt:
Liza Network: https://liza.network/
Keine klassische Recruiting-Plattform.
Kein CV-Marktplatz.
Kein Matching auf Buzzwords.
Sondern:
- strukturierte Offline-Workshops
- echte Reflexion über Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen
- Austausch auf Augenhöhe
Menschen beschäftigen sich dort – oft zum ersten Mal seit Jahren – mit Fragen wie:
- Was kann ich wirklich gut?
- Was will ich (nicht mehr)?
- Wo will ich hin – und warum?
Und genau daraus entsteht dann erst das digitale Profil.
Warum das so gut tut (für Bewerbende und Arbeitgeber)
Was mich an diesem Ansatz besonders überzeugt:
- Es nimmt Druck raus. Nicht jede Orientierung muss aus einer Krise entstehen.
- Es schafft Tiefe. Geschichten, Erfahrungen, Werte – nicht nur Stationen.
- Es ist ehrlich. Keine Hochglanzfassade, sondern echtes Kennenlernen.
Und ja:
👉 Auch Arbeitgeber können davon profitieren.
Zum Beispiel in Transformationsphasen, bei interner Neuorientierung oder als wertschätzendes Angebot im Recruitingprozess.
Zwei Bücher, zwei Perspektiven – ein gemeinsamer Kern
Henrik hat zwei Bücher geschrieben, die ich beide sehr empfehle:
- Nehmt ein Boot
Ein Grundlagenbuch für Führungskräfte, die Recruiting wirklich verstehen wollen. - Absage – aber ich passe doch perfekt
Ein ehrliches Buch für Jobsuchende – mit der zentralen Botschaft:
👉 Es liegt oft nicht an dir.
https://www.hzaborowski.de/autor-fuer-recruiting-und-hr/
Beide Bücher zeigen: Der Markt ist komplex.
Entscheidungen sind selten sauber.
Und Transparenz würde allen helfen.
Mein Fazit aus dieser Folge
Diese Podcast-Folge ist eine Einladung:
- weniger zu optimieren
- weniger zu bewerten
- mehr zu verstehen
👉 Lebensläufe werden uns noch begleiten.
👉 Aber sie sollten nicht das letzte Wort haben.
Wenn wir wirklich wollen, dass Menschen den passenden Arbeitgeber finden – dann müssen wir wieder mehr ins Gespräch kommen.
Danke fürs Lesen. Und hör dir diese Folge unbedingt an – sie wirkt nach.
Hier findest du alle meine bisherigen Podcasts: https://talentcentric.de/podcast/
Grüße aus NRW,
Sarah 💛
Du möchtest dich gerne mit mir austauschen?

Masterclass
Verwandle deinen Personalbedarf mit einem strukturierten Vorgehen in einen klaren und strategischen Recruiting Fahrplan inkl. Kanal-Mix.
In dieser kostenfreien Masterclass (bestehend aus 6 Videos á 5 bis 8 Minuten) lernst du, wie du deinen Personalbedarf strukturierst und in Hiring-Szenarien bündelst, um dein Recruiting und Personalmarketing effektiv auszurichten. Das Ergebnis: ein klarer Recruiting-Kanal-Plan.
