Eignungsdiagnostik? Klingt kompliziert – ist aber der Gamechanger fürs Recruiting. So gelingt der Einstieg.

Sarah Böning
25. Juni 2025 - Lesedauer: 3 Minuten
Sarah Boening sitzt auf einer Treppe, neben ihr ist ein Bild von Lucas Morgner, dem aktuellen Podcast-Gast in ihrem Podcast Mitarbeiter gewinnen, die bleiben. Es geht in dem Podcast um das Thema Eignungsdiagnostik
Lesedauer 3 Minuten

Hey du,

du hast das Wort „Eignungsdiagnostik“ schon mal gehört – aber es fühlte sich eher nach Fernstudium als nach Praxis an? Willkommen im Club. In dieser Folge meines Podcasts „Mitarbeiter gewinnen, die bleiben“ habe ich mit Lucas Morgner gesprochen – und wir nehmen dich mit in ein Thema, das oft abschreckt, aber unglaublich wertvoll ist. Und, Spoiler: Der Einstieg ist gar nicht so schwer.

Inhaltsverzeichnis

  • Warum das Thema wichtig ist
  • Was Lucas gemacht hat – und warum du das auch kannst
  • Was du konkret tun kannst – ganz praxisnah
  • Wie läuft die Lizenz-Prüfung ab?
  • Key Take Aways
  • FAQ: Häufige Fragen zum Einstieg in die Eignungsdiagnostik
  • Unser Fazit für dich/euch
  • Zum Schluss noch der Appell

Warum das Thema wichtig ist

Im Recruiting erleben wir oft Interviews, die von „Bauchgefühl“ geprägt sind. Lucas hat das auf den Punkt gebracht: Mal redet ein Kandidat viel, mal wenig – aber wie erkennen wir eigentlich, wer wirklich zur Rolle passt?

Eignungsdiagnostik hilft uns, fairer, objektiver und erfolgreicher auszuwählen – und gleichzeitig eine starke Candidate Experience zu schaffen. Denn was bringt’s, wenn die Person kommt, aber nicht bleibt?

Was Lucas gemacht hat – und warum du das auch kannst

Lucas ist über das Thema Interview in die Eignungsdiagnostik eingestiegen. Erst Podcast gehört (z. B. „Die Richtigen“ von Harald Ackerschott – sehr empfehlenswert!), dann sich über LinkedIn vernetzt, Artikel gelesen, Weiterbildungen gemacht – und irgendwann die Lizenz E nach DIN 33430 in der Tasche.

Er zeigt uns: Man muss nicht Psychologie Professor:in sein, um das Thema anzugehen. Schritt für Schritt – das ist der Weg.

Was du konkret tun kannst – ganz praxisnah:

💡 Fang bei deinen Interviews an. Strukturierte oder teilstrukturierte Interviews mit situativen Fragen (z. B. STAR-Methode) helfen dir und den Kandidat:innen. Lucas erläutert uns, dass die DIN das formal so nennt:„direkte mündliche Befragung“ – wir nennen es lieber: beidseitiges Kennenlernen mit Tiefgang ; -)

💡 Setz auf Ehrlichkeit. Klingt simpel, ist aber Gold wert: Ehrliche Kommunikation im gesamten Prozess. Von der Stellenanzeige bis zum Onboarding. Realistic Job Preview statt Hochglanz-Versprechen.

💡 Mach eine Anforderungsanalyse. Was braucht es wirklich für die Rolle? Welche Aufgaben sind erfolgskritisch? Fokus auf das Tun, nicht das Sein. Weniger ist mehr!

💡 Lass dich inspirieren. Podcasts, Bücher, LinkedIn-Beiträge, Trainings. Lucas empfiehlt u. a. Prof. Kanning auf YouTube, den Kommentar zur DIN, das Buch „Personalauswahl kompetent gestalten“ (Achtung: akademisch!) und Plattformen wie das Forum Assessment e.V.

Wie läuft die Lizenz-Prüfung ab?

Lucas hat die Lizenz E online gemacht – 78 Multiple-Choice-Fragen in 120 Minuten. Open Book. Klar, Vorbereitung ist wichtig, aber machbar. Und: Du bekommst dein Ergebnis direkt. (Und keine Sorge – Wiederholung ist auch möglich.)

Key Take Aways

  • Eignungsdiagnostik ist kein Elfenbeinturm, sondern eine praktische Hilfe für bessere Auswahlentscheidungen.
  • Man muss nicht Psychologie studiert haben – der Einstieg gelingt Schritt für Schritt über Podcasts, Artikel und Weiterbildungen.
  • Der beste Startpunkt sind die eigenen Interviews: strukturiert oder teilstrukturiert, mit situativen Fragen.
  • Ehrlichkeit im gesamten Prozess zahlt sich aus – Realistic Job Preview statt Hochglanz-Versprechen.
  • Die Anforderungsanalyse fokussiert auf das Tun, nicht auf das Sein. Weniger ist mehr.

FAQ: Häufige Fragen zum Einstieg in die Eignungsdiagnostik

1. Brauche ich ein Psychologiestudium für Eignungsdiagnostik?

Nein. Der Weg führt über Interviews, Weiterbildungen und Austausch – Schritt für Schritt.

2. Wie läuft die Lizenz E nach DIN 33430 ab?

Online, 78 Multiple-Choice-Fragen in 120 Minuten, Open Book. Das Ergebnis gibt es direkt, eine Wiederholung ist möglich.

3. Womit fange ich am besten an?

Mit strukturierten oder teilstrukturierten Interviews samt situativen Fragen, zum Beispiel nach der STAR-Methode.

Unser Fazit für dich/ euch:

➡️ Eignungsdiagnostik ist kein Elfenbeinturm – sondern eine echte Hilfe, bessere Entscheidungen zu treffen.
➡️ Du brauchst keine Angst vor DIN-Normen, Definitionen oder Paragraphen zu haben.
➡️ Es gibt heute tolle Weiterbildungsformate, die praxisnah, hybrid und sogar mit Spaß verbunden sind.

Und ganz ehrlich: Es fühlt sich richtig gut an, wenn man weiß, warum man jemandem zusagt – oder auch absagt.

Zum Schluss noch der Appell:

Wenn du wirklich „die Richtigen“ finden willst – also Menschen, die zur Rolle und ins Team passen und bleiben – dann fang an, dich mit Eignungsdiagnostik zu beschäftigen. Nicht morgen. Heute.

Denn: Ehrliches, valides Recruiting ist kein „nice to have“. Es ist der Schlüssel für nachhaltiges Wachstum.

Wenn du Fragen hast oder Impulse brauchst – meld dich bei mir oder vernetze dich direkt mit Lucas auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lucas-morgner/. 

Wir freuen uns.

Herzlichen Dank fürs Lesen – und bleib neugierig!

🎧 Den Podcast zur Folge findest du wie immer unter:

👉www.talentcentric.de

Oder wenn du es lieber anschauen magst, gerne über YouTube

Sommerliche Grüße aus Düsseldorf,
Sarah


Du möchtest dich gerne mit mir austauschen?

Masterclass

Verwandle deinen Personalbedarf mit einem strukturierten Vorgehen in einen klaren und strategischen Recruiting Fahrplan inkl. Kanal-Mix.

In dieser kostenfreien Masterclass (bestehend aus 6 Videos á 5 bis 8 Minuten) lernst du, wie du deinen Personalbedarf strukturierst und in Hiring-Szenarien bündelst, um dein Recruiting und Personalmarketing effektiv auszurichten. Das Ergebnis: ein klarer Recruiting-Kanal-Plan.



To top